Wortlosigkeit leicht gemacht: 9 Wege, in die Stille abzutauchen [nach Martha Beck]

In diesem Artikel liste ich 9 Wege auf, wie man sich in die Wortlosigkeit fallen lassen kann, wie sie von Martha Beck beschrieben werden. Damit experimentiere ich gerade auf meiner Reise zu einem ausgeglichenen, inspirierten und erfüllten Leben.

Wäre es nicht schön, all das Geschwätz und den Lärm der Welt von Zeit zu Zeit auszublenden und sich in einen Zustand stiller Freude abtauchen zu lassen?

Für die meisten von uns, die die meiste Zeit von Ängsten, Nachrichten und Aufgaben verfolgt werden, scheint dies unmöglich.

Aber das muss es nicht sein.

 

Wilde neue Wege

In Martha Becks Sommerkurs Wild New World lerne ich die Vier Techniken der Magie kennen.

Ja, tatsächlich, Techiken der Magie!

Diese basieren laut Martha auf Dingen, die echte Schamanen und erleuchtete Menschen auf der ganzen Welt tun, um das Leben auf eine Weise zu meistern, die sich von unserer üblichen Kultur und Gesellschaft deutlich unterscheidet.

Diese Techniken sind sowohl Wilde Neue Wege als auch uralte Wege, die lange vor unserer Gesellschaft der letzten 2000-5000 Jahre existierten.

 

Martha Beck

Martha Beck, berühmter Life-Coach und Autorin von Bestsellern, spricht in ihrem TEDx-Vortrag über die Vier Technologien. Du findest ihn auf Englisch auf YouTube hier, du kannst auch deutsche Untertitel zuschalten.

Ich habe über sie in einem früheren Artikel schon einmal geschrieben, als ich letzten Sommer einen anderen Kurs bei ihr belegte: Inneres Wachstum: 4 Jahre Queste Blog [Jubiläum].

Martha schreibt über die Techniken der Magie auch in ihrem Buch Finding Your Way in a Wild New World. Reclaim Your True Nature to Create the Life You Want, das ich auch gerade lese. Es existiert leider nur auf Englisch.

Ein Grund mehr, dir einen Teil davon auf Deutsch zugänglich zu machen.

Also, kommen wir zur Wortlosigkeit.

 

Wortlosigkeit

Der Kurs ist atemberaubend. Im Grund ist das alles Psychologie, Neurologie und Sozialwissenschaft. Aber auf eine Art und Weise, die uns Zugang zu einer weniger zivilisierten Denkweise verschafft, wo wir nicht alles so machen, wie es die Gesellschaft von uns erwartet, und vor lauter sozialer Anpassung glatt vergessen, wer wir wirklich sind.

Die grundlegende Fähigkeit, die wir in dem Kurs erlernen, ist Wortlosigkeit – Stille, Ruhe – das, was Deepak Chopra „inmitten des Chaos zentriert sein“ nannte.

Und sie ist zugänglich.

Und vor allem: Wortlosigkeit ist entspannend! Wer hat das heutzutage nicht nötig?

 

Momente der Stille

Wir alle müssen uns irgendwie immer anstrengen. Immer kämpfen und uns mühen.

Und zwar nur zum Teil, weil die Situation schwierig ist (was sie ist!). 

Zum Teil liegt es einfach daran, dass wir gelernt haben, Dinge auf eine angespannte, ängstliche Art und Weise zu tun und dies so lange weitertun, bis wir es anders lernen.

Was ist also Wortlosigkeit?

Sie ist wie eine leichte Berührung. Wie der Wind in den Bäumen. Wie ein Lächeln.

Als ob die Welt für einen Moment stillsteht.

Und das tut sie auch, in unseren Köpfen.

 

Ein anderer Zustand des Gehirns

Wortlosigkeit bedeutet, dass wir unseren Gehirnzustand auf die andere Seite verlagern:

Von der gewohnten linken Hemisphäre zur rechten.

Von strukturiert, logisch, angespannt, vielleicht sogar angstgesteuert zu zeitlos und intuitiv.

Ich habe darüber auch schon geschrieben: Gedichte, Botschaft von der anderen Seite des Gehirns.

 

Das Wichtigste: Wortlosigkeit scheint oft weit weg und unnahbar zu sein.

Das ist sie aber nicht, denn ein Zustand von Ruhe, Neugierde und freundlicher Verbundenheit ist einfach Teil unserer normalen Gehirnfunktion.

Wir haben nur oft verlernt, öfter in den Zustand zu gehen.

 

Wortlosigkeit ist gleichbedeutend mit Zentriertheit

Die Stille eines Augenblicks zu spüren ist köstlich.

Sie ist wie der leere Raum, der Lebewesen und Objekte umgibt: Sie ist immer da.

Wenn du das spürst, bist du zentriert.

Vielleicht fühlst du dich:

  • ruhig,
  • neugierig,
  • verbunden,
  • mutig,
  • klar,
  • mitfühlend,
  • zuversichtlich.

Dies alles sind Eigenschaften unseres Selbst.

Wir könnten es Merkmale unserer Seele nennen, oder Eigenschaften des am weitesten entwickelten Teils unserer Selbst.

Dieser Teil ist wie das Zentrum, das einen Überblick über das ganze Bündel von Ambitionen, Verletzungen, Interessen und Bedürfnissen hat, das unsere Persönlichkeit ausmacht.

Das Selbst ist in jeder und jede*m von uns, und es ist in Ruhe und Stille.

Es ist furchtlos.

 

Es ist möglich, Zugang zu unserem ruhigen, zentrierten Selbst zu finden

Wenn du gerade nichts von alledem spürst, befindest du dich im Moment hauptsächlich auf der linken Seite deines Gehirns, bist vielleicht gefangen in einem ängstlichen oder stressigen Teil deiner Selbst.

Um ehrlich zu sein, sind das nicht die meisten von uns sehr viel unserer Zeit in einem solchen Zustand?

Wir können das ändern.

Wir können ruhige Klarheit erleben.

Und wir können uns darin üben, öfter in diesen Zustand zu fallen.

Wenn wir das tun, können wir Ruhe immer leichter erleben und so die Möglichkeiten unserer Zukunft verändern.

 

9 Wege, sich in die Wortlosigkeit fallen zu lassen

Ich habe die von Martha Beck genannten Wege gesammelt, die meisten davon sind in ihrem Buch Finding Your Way in a Wild New World enthalten.

Probieren sie doch mal im Geiste aus, während du liest, jede Methode für eine Minute oder so.

Ich bin mir sicher, dass eine dabei ist, die sofort bei dir wirkt:

  1. Sinnesdusche: Versuche, dich in die Wortlosigkeit fallen zu lassen, indem du dich an angenehme Erfahrungen erinnerst, die mit allen 5 Sinnen in deinem Gedächtnis gespeichert sind. Etwa so: Erinnere dich an etwas, das du gerne siehst, etwas, das du gerne hörst, etwas, das du gerne fühlst, etwas, das du gerne riechst, etwas, das du gerne schmeckst. Die Qualitäten können sich voneinander unterscheiden und können wie eine Sinnescollage gemischt werden. Genieße einfach das Gefühl. Ein angenehmer Sinneszustand.
  2. In Ehrfurcht verfallen: Lasse dich von den Wundern der Welt überraschen, von glücklichen Zufällen, von Dingen, die deine Ehrfurcht und Erstaunen auslösen. Für viele Menschen sind es Aspekte der Natur, der Landschaft, der Kunst und der Musik oder Synchronizitäten. Suche dir etwas aus und nimm dir die Zeit, die Ehrfurcht zu spüren. Egal, was es bei dir ist. Vielleicht ein kleiner andächtiger Moment. Das reicht völlig aus.
  3. Stelle deinen Blick auf Weichzeichner um (Open Focus Brain, Les Fehmi): Betrachte zunächst einige Sekunden lang etwas, das du vor dir hast, einen Gegenstand oder eine Person. Wechsele dann den Fokus, ohne die Augen zu bewegen, und schaue nur auf den Hintergrund, die Umgebung. Wechsel ein paar Mal hin und her. Und dann lasse alle Dinge gleich wichtig sein. Kein Vordergrund, kein Hintergrund. Es ist ein konzentrierter entspannter Zustand, und vermutlich verschwindet die Sprache für einen Moment an den Rand deines Bewusstseins.
  4. Gehirn-Kuscheln: Greife auf dein mitfühlendes Gehirn, deine Freundlichkeit zu und lasse zu, dass ein Gefühl von Freundlichkeit dein ängstliches Selbst umgibt und beruhigt (Whole Brain Living, Jill Bolte Taylor). Lasse die Freundlichkeit größer sein als die Angst. Darüber werde ich ein anderes Mal mehr schreiben …
  5. Spüre die Innenseite deiner Hände (Eckart Tolle), oder vielleicht den Raum zwischen den Händen. Meine Erfahrung dazu: Ich spüre immer den Strom der Energie, wenn ich das tue. Lebensenergie ist immer in der Gegenwart, immer zeitlos. Wenn du das Strömen der Energie spüren kannst ist das ein direkter Weg zur Wortlosigkeit.
  6. Spüre, wie dein Blutstrom zirkuliert (Tom Brown Jr. / Apache-Technik). Ist ähnlich wie #6. Bringt dich direkt zu deinem Körpergefühl und ist für viele Menschen besonders leicht zugänglich.
  7. Erlebe eine angenehme Situation mit all deinen Sinnen: Wenn du in einer guten Situation bist, entscheide dich, deine Aufmerksamkeit auf alle angenehmen Aspekte der Situation zu richten. Sei wirklich mit all deinen Sinnen präsent. Was siehst, hörst, fühlst, riechst, schmeckst du? Hinweis: Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir uns oft gedanklich auf negative Situationen konzentrieren und und positive Situationen sogar meiden?! (Man nennt das auch depressiv …) Wir können das ändern, indem wir unsere Sinne benutzen, um an der positiven Situation anzudocken. Sei mit deinen Sinnen in der Freude präsent.
  8. Akzeptieren Sie die Schamanenkrankheit: Betrachte chronische Krankheit (die ein typisches Symptom für kreative, sensible Menschen ist) als eine Gelegenheit, eine sehr tiefe Ebene der Wortlosigkeit zu erreichen, wo Schmerz ein geistig und emotional neutrales Phänomen ist, wie eine Wolke am Himmel, und du nicht „im Schmerz“ bist, sondern in der Heiligen Stille. Viele Menschen aus dem Stamm der Heiler (die Martha Menders oder The Team nennt) leiden ständig unter Dingen, einschließlich Schlaflosigkeit. Gib der Krankheit für einen Moment nach. Vielleicht kann sie dich etwas lehren.
  9. Ergib dich einer schwierigen Situation: Wenn du mit einer schwierigen Situation konfrontiert bist, die du nicht sofort ändern kannst, verzweifele nicht. Gibt den Widerstand deines Geistes gegen das, was geschieht, auf, während du daran arbeitest, deine Situation zu verbessern. Gib für den Moment der Müdigkeit, dem Hunger, den Schwierigkeiten nach. Lass den Widerstand los und sei jetzt so präsent, wie die Situation ist. Dies könnte dich in tiefe Wortlosigkeit führen.

Ich hoffe, du kannst einige der Wege anwenden.

Welches ist dein Favorit?

 

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