Zu viele Ideen – eine Auswahl treffen und einfach anfangen

Warum schreibe ich meine Blogartikel meistens am letzten Tag des Monats?

Nicht, weil ich zu wenige Ideen habe. Ich habe zu viele.

Den ganzen Monat über ploppen sie auf wie in einem Newsticker: in Gesprächen, beim Ansehen eines Videos, beim Lesen, im ganz normalen Leben.

Ich mache mir Notizen für mögliche Artikel.

Und egal, welches Thema ich aufgreife: Plötzlich halte ich ein ganzes Netzwerk von Ideen in der Hand. Eine Mindmap aus miteinander verflochtenen Themen.

 

Zu viele Ideen: Warum die Auswahl so schwerfällt

Interessen sind wie Fraktale. Sie verknüpfen sich mit anderen Interessen, stehen in größeren Zusammenhängen und setzen sich ins Kleinste wie ins Größte fort. Eigentlich bräuchte es Bücher, um all diese Gedanken zu fassen.

Da fällt die Auswahl schwer.

Meistens will ich wenigstens einen Teilbereich anständig abdecken. Und dann schreibe ich lange Artikel.

Oder ich schiebe das Schreiben vor mir her, weil ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.

 

Vielleicht kennst du das auch, selbst wenn es bei dir nicht um Blogartikel geht: Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Du hast viele Möglichkeiten, viele Gedanken, viele Abzweigungen — und gerade deshalb kommst du nicht ins Tun.

Zu viele Ideen können für ideenreiche Menschen leicht ins Overthinking führen.

Was also tun?

 

Eine Auswahl treffen: Warum ein kleiner Ausschnitt reicht

Heute habe ich mir gedacht: Ich will öfter versuchen, kleinere Ausschnitte zu wählen. Einen Schnipsel.

Es reicht, aus dem großen Ozean jetzt nur eine einzelne Muschel aufzugreifen.

Aus all den Möglichkeiten eine kleine, stimmige Auswahl treffen.

Und zwar nicht unbedingt die wichtigste, größte oder vollständigste. Nicht die beste Wahl, sondern die, die heute greifbar ist.

Heute schreibe ich darüber, wie es ist, bei zu vielen Ideen eine Auswahl zu treffen.

Über anderes kann ich ein anderes Mal schreiben.

 

Einfach anfangen / Overthinking überwinden

Genau so habe ich es diesmal auch mit dem Bild gemacht. Ich habe einfach eines gewählt, das ich auf meiner Kommode liegen sah: die Seenixe mit einer Muschel.

Einfach mal machen: Keine lange Analyse. Eher ein intuitives Ja.

Und vielleicht ist das überhaupt der Punkt: Nicht alles im Voraus durchdenken. Nicht erst loslegen, wenn der ganze Weg sichtbar ist. Sondern eine Wahl treffen und einfach anfangen.

Die nächsten Schritte zeigen sich oft nicht vorher. Sie zeigen sich beim Machen.

 

Zu viele Ideen: eine kleine Teil-Idee wählen und anfangen

Für Menschen mit vielen Ideen ist das gar nicht so leicht. Wer viele Verbindungen sieht, sieht auch viele Möglichkeiten, viele offene Schleifen, viele denkbare Richtungen. Aber manchmal hilft nicht noch mehr Nachdenken, sondern ein kleiner Anfang.

Eine Muschel reicht.

Ein Gedanke reicht.

Ein Absatz ist genug.

Und vielleicht ist genau das die kleine Wahl, die es heute braucht: etwas herausgreifen, anfangen und darauf vertrauen, dass sich der Rest unterwegs findet. Denn je leichtherziger wir es uns machen, desto leichter können wir wiederkommen und weitermachen.

 

Impulsfrage

Wo könntest du eine kleine Wahl treffen, die sich leichter anfühlt?

Wo könntest du aufhören, alles gleichzeitig fassen zu wollen?

Und wo wäre es heute genug, einfach anzufangen?

Was ist heute die Muschel, die du aufgreifst?

 

 

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