Du schaffst das! 3 schnelle Tricks für akute Stress-Situationen

Hast du eine Challenge vor dir? Bist du mit einer Herausforderung konfrontiert? Dann ist dieser Artikel für dich. Du schaffst das! Ich zeige dir 3 schnelle Tricks für Stress-Situationen.

Stress hassen wir alle – wenn er sich anfühlt wie Überforderung. Aber wenn er sich anfühlt wie ein Abenteuer oder eine Gemeinschaftsaktion, dann mögen wir ihn. Und dann kann er uns sogar nutzen.

Du profitiert am meisten von dem Artikel, wenn du dir gleich mal eine akute Stress-Situation aus deinem Leben aussuchst:

 

Such dir eine Beispielsituation heraus

Denk an etwas, das dich schon im Vorhinein aufregt; wovon du fürchtest, dass dass es dir schwer fällt oder dich gruselt, dich vielleicht an deine Grenzen bringt. Eine Herausforderung.

 

Hast du es? Sehr gut!

Spür jetzt mal richtig rein in dieses Unbehagen.

Macht dir einen Abdruck, ein inneres Bild. Dann kannst du am Ende vergleichen.

 

Einfach mal hinspüren. Angstgefühle? Sorgengedanken? Körperreaktionen?

Wie sieht das Bild aus? Merke es dir.

 

Ich zeige dir jetzt drei Tricks, wie du diese Gefühlslage verändern kannst.

 

Stress als Kampf- oder Flucht-Reaktion

Die beschriebene Gefühlslage bezeichnen wir mit „Stress“. Es ist die Sorte Angst, wo wir uns sagen „Ich muss mich wehren!“ oder uns fragen „Wie komm ich hier raus?!“ Anders gesagt: Es handelt sich um die körperliche Kampf- oder Flucht-Reaktion.

So reagieren wir auf vieles.

Eigentlich auf alles Mögliche!

Jobsituationen. Szenen beim Einkaufen. Gesundheitsdinge. Meinungsverschiedenheiten.

 

Blöd nur, dass diese Kampf- oder Flucht-Reaktion uns oft nicht weiterhilft. Wir brauchen doch unsere Sinne beieinander, um gut mit allem umzugehen!

 

Doch zum Glück es gibt andere Arten zu reagieren.

Diese erste Reaktion haben wir zwar gründlich gelernt. Doch andere können wir genauso lernen.

 

Jetzt die drei Tricks. Bist du dabei?

Hast du deine Situation?

Spürst du deine Reaktion im Körper?

Dann geht es los: Nummer 1 ist immer atmen.

 

Trick Nummer 1: Erst einmal tief durchatmen

Angst führt zu Atemknappheit. Atemknappheit führt zu Angst. Ein Teufelskreis.

Drehen wir es doch mal für den Moment um: Sobald du die Angst – oder die Atemknappheit – bemerkst, dann kannst du etwas ändern.

Und zwar kannst du den Atem ändern.

 

Nimm einen tiefen Atemzug, so wie er kommt.

Manche atmen erstmal tief aus.

Andere atmen tief ein und dann aus.

Beides ist okay.

 

Ausführlicher beschrieben habe ich eine beruhigende Atemübung hier: Die 4- bis 6-Atemübung – ganz einfach auf Ruhe umschalten

 

Atmen ist gut!

Damit kannst du immer schon mal anfangen.

 

Mach auf diese Art 3 tiefe Atemzüge.

3 tiefe Atemzüge sind Magie.

Unser Körper liebt es. Unser Gehirn auch.

Wie fühlst du dich jetzt? Was hat sich verändert?

 

Und damit kommen wir zu …

 

Trick Nummer 2: Das Abenteuer annehmen – Du schaffst das!

Es ist eine Herausforderung.

Du bist herausgefordert, über dich selbst hinauszuwachsen.

 

Wie kann dir dieses Wissen helfen?

 

Denke zum Beispiel dran, was du dadurch lernen könntest.

Was das erstrebenswerte Ziel ist und wie es dich weiterbringen könnte, wenn es gelingt.

Es könnte verlockend sein.

 

Du hast schon Herausforderungen gemeistert!

Wie viel von deinem heutigen guten Stand besteht nur deshalb, weil du das schon gemacht hast? Du bist über dich selbst hinausgewachsen und hast etwas dazugewonnen.

 

Das kannst du wieder.

Pack deine Abenteurerin aus, deinen Abenteurer, dein experimentierfreudiges Selbst.

 

Es ist eine Challenge, eine Queste

Du kannst hier etwas lernen. Lernen liebt unser Gehirn, wenn es erstmal mit im Boot ist.

 

Du kannst etwas über dich lernen.

Über das Menschsein.

Kannst neue Strategien entwickeln.

Ein übergeordnetes, höheres Ziel verfolgen.

Du wächst über dich hinaus.

 

Welche Aspekte machen es dir schmackhaft, hier den biologischen Abenteuermodus zuzuschalten?

Stell dich aufrecht hin in einer großen Haltung. So kannst du deinem Körper vermitteln „Du schaffst das!“

Steh eine Minute so aufrecht, vielleicht sogar mit ausgebreiteten Armen. Das verändert deine ganze Chemie!

Und wie fühlst du dich jetzt?

 

Und dann gibt es noch eine dritte Hilfe:

Nämlich, dass wir durch und durch soziale Wesen sind.

 

Trick Nummer 3: Leb dein soziales Wesen aus

Wie alle Säugetiere bilden wir Menschen Netzwerke und leben in Gruppen und Clans.

Unser Gehirn hat eine eigene Abteilung für alles Zwischenmenschliche! Eine richtig starke Abteilung.

 

Das kommt dir jetzt zu Gute.

Wenn es Probleme gibt – fahr den Kontakt rauf.

Lass dir helfen.

Geh in Verbindung.

 

Einsame Wölfe gibt es, doch die meisten Wölfe leben in Rudeln!

Erlaub dir ruhig die Rückzugszeiten, die du brauchst – doch suche gerade jetzt auch mehr als sonst unterstützenden Kontakt.

 

Erinnere dich an Zeiten, wo du in der Gemeinschaft unheimlich viel geschafft hast.

Wo andere zu dir gesagt haben „Du schaffst das“ oder „Alles wird gut“.

Oder wo du andere auf diese Weise ermutigt hast.

Sich gegenseitig durch Herausforderungen zu helfen, beflügelt uns und bleibt in bester Erinnerung.

 

Manchmal hilft es einfach zu wissen, dass andere auch in solchen Situationen sind.

Du bist nicht allein, du machst eine klassisch-menschliche Erfahrung.

Andere denken an dich und wollen dir wohl.

Lass dich umarmen.

Spüre deine Zugehörigkeit.

Wo im Körper kannst du sie wahrnehmen?

Und was hat sich jetzt verändert, nach der dritten Übung?

 

Hier nochmal ganz knapp:

 

Die Kurzform der Kurzform: Du schaffst das!

Atme dreimal tief durch.

Du hast schon vieles geschafft.

Und das schaffst du auch!

 

Wähle die für dich passendste Affirmation:

„Ich atme ein und aus.“

„Ich schaffe das.“

„Ich habe Hilfe.“

 

Alles Gute und Toi toi toi!

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Mehr zum Thema:

Wie eine hoch aufgerichtete, breite Körperhaltung dich selbstbewusster macht (englischer TED Talk).

 

2 Replies to “Du schaffst das! 3 schnelle Tricks für akute Stress-Situationen”

  1. Klasse Tipps. So einfach. Jetzt nehme ich mir nur noch vor, dass sie mir auch einfallen mögen, wenn ich wieder in so eine Situation komme. Dass es wirken wird, weiß ich.

    1. Freut mich sehr, Grane, dass du die Tipps als wirksam einschätzst! Das ist das Schönste, wenn die Artikel einen Nutzen haben (oder alternativ eine Inspiration sind).

      Das mit dem Einfallen verstehe ich – erstens, im Stress auch dran zu denken, dass es da was geben könnte, was wirkt! Ein Moment der Achtsamkeit, also auf sich selbst achten und aufmerksam werden.

      Und zweitens wäre vielleicht eine Erinnerungshilfe gut. Ich überleg mir was.

      Herzliche Grüße
      Jana

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