Mach kleine Schritte – Warum kleine Schritte die größten sind

Kleine Schritte sind Schritte.

Große Schritte sind oft gar keine Schritte, weil wir sie nicht machen können.

Und Riesensprünge können wir nur dann machen, wenn wir sie mit kleinen Schritten vorbereiten.

Eigentlich einfach.

 

Große Schritte, heroische Hindernisse

Doch wir denken oft heroisch und wollen es erzwingen. Der große Plan, die vollständige Lösung. Wir wollen, dass es geht. Und leider überfordern wir uns damit permanent in allen Bereichen. Dabei geht es auch anders!

Ob Gesundheit oder Kreativität, Beruf oder Sozialleben: Meistens sind „die Augen größer als der Mund“. In der Phantasie haben wir Wünsche und Vorstellungen. Um sie umzusetzen, planen wir mehr Zeit und Kraft ein, als wir haben. Und dann wundern wir uns, wenn es nicht klappt.

Wir vergleichen uns mit den eigenen Ansprüchen und stehen im Vergleich schlecht da. Ergebnis: Wir fühlen uns mies.

Der Unterschied zwischen Phantasie und Wirklichkeit.

Doch es geht darum, unsere Träume in die Realität zu bringen. In unsere eigene Realität.

 

Neue Blog-Reihe: Träume realisieren durch kleine Schritte 

Deshalb habe ich diese neue Blog-Reihe begonnen. Es ist auch eine eigene Kategorie, so dass du die Artikel leichter findest, indem du auf die Kategorie klickst.

Kleine Schritte sind die Erfolgsstrategie für Balance und Kreativität. Wie Barbara Sher über Herzensprojekte immer sagt: „Start small, start now.“

„Fang klein an, fang jetzt gleich an.“

Daher sind die Artikel in dieser Rubrik kürzer und bringen nur einen Gedanken und einen Tipp. Damit will ich es leicht machen, aktiv zu werden.

Denn sich zu viel vornehmen ist einer der verbreitetsten Denkfehler. Wer weiß, wie viele Romane und andere kreative Werke dieser Denkfehler auf dem Gewissen hat …

 

Sich zu viel vornehmen: ein großer Denkfehler

Was ist jetzt so falsch daran, groß zu denken und zu planen? Ideen sammeln – ist das schlecht?

Nein, nein! Ideen sind etwas Wunderbares.

Ich liebe Ideen. Ich sammle sie in Ideenbüchern. Mir fallen ständig neue ein. Ich tausche gerne Ideen mit anderen aus, um einander zu inspirieren und uns gegenseitig bei unseren Projekten zu unterstützen.

Nur: Ideen sind nicht dasselbe wie ein Plan.

Ideen brauchen sich noch nicht um Rahmenbedingungen zu kümmern. Sie stehen für sich selbst. In unserer Vorstellung haben wir unbegrenzte Ressourcen. Wir können phantasieren ohne Hindernisse.

Deshalb schreiben wir es uns am besten als Inspirationsquelle auf.

Und dann, wenn es um das Planen und Realisieren geht, brauchen wir einen anderen Modus.

Einen, der mit unserem Leben kompatibel ist.

 

Zu viel vornehmen: schlecht für Gesundheit, Kreativität und Selbstvertrauen

Ich sehe zwei Probleme, wenn wir uns zu große Schritte vornehmen:

  1. Wir planen oft mehr Zeit und Kraft ein, als wir haben. Von einer Energiegrenze wollen wir nichts wissen. Und wir wundern uns, wenn es nicht klappt, wie wir wollten. Ergebnis: Wir werden erschöpft, können nicht mehr agieren. Schlecht für die Gesundheit und schlecht für unsere Projekte.
  2. Wir vergleichen uns dauernd mit überhöhten Ansprüchen. Mit den Maßstäben, die wir in der Vergangenheit gelernt haben. Schlecht fürs Selbstvertrauen.

Beides gibt uns das Gefühl, „es nicht geschafft zu haben.“ Macht das fröhlich?! Nein.

Doch es gibt eine Lösung, und sie wirkt jedes Mal.

 

Kleine Schritte können getan werden

Die Lösung: Arbeite mit Tricks!

Nimm dir gleich nur kleine, ja winzige Schritte vor. Kleine Schritte können getan werden. Dadurch geht es voran.

Laufe bequem unter der Latte hoher Ansprüche hindurch.

Viele kleine Schritte addieren sich auf und erzeugen sichtbare Ergebnisse. Resultat: Wir fühlen uns ermutigt und erfrischt.

Beispiel?

  • 2 Minuten lesen, Fremdsprachen üben oder Dehnübungen machen.
  • 5 Minuten zeichnen, Gymnastik oder Gitarre spielen.
  • 10 Minuten schreiben, spazieren oder singen.

Du siehst, das ist sehr, sehr viel mehr als gar nichts. Es ist wieder Bewegung drin, und das gibt uns Zutrauen.

Frage: Bringt es wirklich so viel?

Antwort: Ja!

 

Kleine Schritte bringen viel

Schau: Kleine Zeiteinheiten sind mögliche Zeiteinheiten. Sie geben dir wieder Schwung. Sie summieren sich auf zu beachtlichen Ergebnissen.

Für Menschen mit hoher Sensibilität oder gesundheitlichen Einschränkungen bewirken die kleinen Schritte Selbstbestimmung: Du kannst etwas tun.

Du kannst an Veranstaltungen teilnehmen. Du kannst etwas erledigen.
Im kleinen Rahmen. In kleinen Schritten.

Und für vielseitig Kreative machen sie es möglich, viele verschiedene Projekte zu pflegen. Dafür sind kleine Schritte unendlich kostbar: Schon 2, 5 oder 10 Minuten „zählen“. Schon 20 Minuten bringen etwas. Mit diesen Minütchen können wir unsere Herzensträume realisieren.

 

Kurz gefasst

Also: Mach kleine Schritte.
Denn kleine Schritte sind machbar.
Und daher sind es Schritte.
Sie werden dich weit bringen.

 

Aufgabe: Such dir einen kleinen Schritt aus

Jetzt die praktische Anwendung:

Sicher hast du gerade etwas auf der Platte, wo du mehr willst, als geht, richtig? Du bist frustriert, dass es nicht schneller geht, dass du nicht weiter bist. Wähle das Feld aus, um das du dich jetzt kümmern willst:

________________

 

Okay, hier ist der Tipp: Suche dir einen einzigen machbaren Schritt aus.

  • Einen Schritt, der ca. 5-10 Minuten dauert.
  • Mache den Schritt.
  • Klopf dir auf die Schulter: Dieser Schritt zählt. Er ist wertvoll.

Warum ist er wertvoll? Weil es ein Schritt war. Es war mehr als nichts. Es ist Bewegung drin. Das ist das Allerwichtigste. So können wir immer weitermachen.

 

Wie geht es dir mit diesem Thema?

Kennst du das, dir zu große Schritte auszuwählen?

Und wie geht es dir mit der Übung? Konntest du sie ausführen? Was kam heraus?

Wenn du magst, lass es mich im Kommentar unten wissen. Ein Satz genügt. 😉

 

Hier geht es zum nächsten Kleine Schritte-Artikel: Ziehe positive Bilanz – Power für deine Motivation.

 

Liebe Grüße

Jana

 

Weitere KLEINE SCHRITTE-Artikel

Und hier noch der Umgang damit, wenn du dir – wie ich immer – doch wieder zu viel vorgenommen hast:

2 Replies to “Mach kleine Schritte – Warum kleine Schritte die größten sind”

  1. Ich mag deine ermutigende Art, Jana. Und deine Ideen für praktische Anwendungen lassen sich ganz einfach umsetzen. „Niederschwellig“, wie es auf Neudeutsch so heißt. Heute hab ich sogar mehrere kleine Schritte getan. Der Tag fühlt sich damit auch gleich länger an.

    1. Danke für den Kommentar, Grane! Ermutigung ist superwichtig, deshalb freut es mich, dass du den Artikel ermutigend empfindest, das war meine Hoffnung. Ein längerer Tag mit mehreren kleinen Schritten – das klingt richtig gut. 🙂 Ich wünsche dir viele solcher Tage, denn die nähren und stärken uns.

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