Vom Träumen und vom Sinn des Lebens Teil 2: Sinnsuche

Die Sinnsuche macht uns erst zu Menschen. Sagt Viktor Frankl, dessen Lebenswerk sich um diese menschliche Sinnsuche drehte.

Im Artikel Vom Träumen und vom Sinn des Lebens. Teil 1: Tagträumen schrieb ich schon darüber: Lebendige Träume können uns eine Vision sein und die Richtung angeben.

Und wenn du dir nun deine Wünsche ansiehst und die wirklichen Herzenswünsche herausfilterst: Was ist die Richtung, nach der du dich sehnst? Was ist noch offen?

Es könnte sein, dass du mit dem Gedanken an deine Lebensträume zugleich anfängst, die Frage nach dem Sinn deines Lebens zu stellen. Dann bist du auf deiner Sinnsuche.

Ich weiß, der Sinn des Lebens, das klingt so groß. Und das ist es auch.

Er ist größer als wir selbst.

Vielleicht willst du dir eine Tasse Tee nehmen und es dir gemütlich machen, während du liest?

Es geht los.

 

Experte für Sinnsuche: Viktor E. Frankl

Für Viktor Frankl besteht die Essenz des Menschseins gerade darin, dass wir auf der Sinnsuche sind: und das bedeutet, auf der Suche nach etwas, das über uns selbst hinausweist.

Der Psychiater und Psychotherapeut hatte seine Psychotherapieform der Logotherapie (so in etwa Sinn-Therapie) in der Arbeit mit seelisch kranken Menschen entwickelt. Mit Menschen, die schwer depressiv oder auch suizidgefährdet waren. Er stellte fest, dass ein Gefühl für Sinn – auch die Sinnsuche selbst – ihnen mehr Lebensmut und Kraft gab, als jedes Medikament es konnte.

 

Mit diesem geistigen Rüstzeug war Frankl ausgestattet, als er im schrecklichen Nazireich 1942 wie seine ganze Familie verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern gefangen gehalten wurde, wo er zweieinhalb Jahre verbrachte.

Er allein überlebte die Gräuel und hat über seine Erfahrungen und Therapieform zahlreiche Bücher geschrieben, die zahllosen Menschen Mut machen. Frankl wird dementsprechend oft zitiert, wenn es um Resilienz (seelische Widerstandskraft) geht.

 

Für Frankl ist so, wie ich ihn verstehe, Sinn das, was uns Richtung gibt und die Kraft, auch in widrigen Umständen zu überleben.

Das Leiden im Leben gehört nach seinen Schriften untrennbar dazu – und ist wesentlich am Finden des eigenen Sinns beteiligt. Hierzu noch ein Zitat aus einem Kärntner Artikel über Frankl:

„Frankl erlebte, dass es selbst unter inhumansten Bedingungen möglich ist, einen Sinn im Leben zu sehen. So hatten Häftlinge, auf die jemand wartete, bessere Chancen, zu überleben. Frankl selbst hielt sich mit dem Ziel über Wasser, Vorlesungen über die Auswirkungen eines KZs auf die Psyche zu halten.“ (https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2863748 24.11.2019)

 

Und was heißt nun Suche nach dem Sinn?

Die Sinnsuche ist ein Kernthema meines Queste Blog: Die Frage, wozu ich da bin und was ich einbringen will. Was wirklich meins ist. 

Ich denke an den Beitrag, den ich im Leben leisten will.

Er sollte meinem Wesen entsprechen, meinen Möglichkeiten und Werten.

Worin kann er bestehen?

  • Zum Beispiel im zwischenmenschlichen Dasein füreinander.
  • Im Lernen und Wachsen am Leben mit all seinen Facetten.
  • Darin, die eigenen Lektionen zu lernen und etwas davon mit anderen zu teilen.
  • Und im Ausformen der eigenen Talente und Sehnsüchte für etwas, das ich als wertvoll empfinde.

Nun, auf dem Weg dazu sehe ich mich durchaus.

Doch eines ließ mich nie los: Was ist mit „unvollständigen“ Beiträgen?

 

Wann „gilt“ gelebtes Leben?

Das fragte ich mich oft:

Wann habe ich genug von dem in die Welt gebracht, was mir wichtig ist?

Da ist so vieles, was ich tun will und noch nicht getan habe.

Was ist mit all diesen halben Sachen?! (So empfinde ich es jedenfalls manchmal.)

Mit den angefangenen kreativen Werken aller Art.

 

Und was ist überhaupt mit Menschen, die zu jung sterben?

Mit Menschen, die schon älter sind und sich fragen, ob sie ihren Beitrag geleistet haben und was er denn gewesen ist?

War es schon „genug“?

Ist es vollständig?

 

Das Protokoll der Welt

Dazu las ich in Viktor Frankls Buch Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn etwas, das mich weiterbrachte.

Im Aufsatz „Zeit und Verantwortung“ schreibt er, dass all unser Schaffen, Lieben und Leiden im Protokoll der Welt aufgenommen werde.

Das Leben stellt uns ständig Fragen, und wir antworten. Beides wird protokolliert.

„Und das Protokoll der Welt ist unverlierbar; das macht den Trost und unsere Hoffnung aus. Aber es ist nicht nur unverlierbar, sondern auch unkorrigierbar, und das ist eine Warnung und eine Mahnung an uns.“

Viktor E. Frankl, Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn, S. 31 ff München 1979

 

Interessant: Das, was gewesen ist, wird im Augenblick des Todes zu unserem vollständigen Leben; zum Lebenslauf, wie er gewesen ist.

Nach dem Tod können wir nichts mehr weiter tun. Von uns bleibt nur noch unser Selbst übrig. Das Protokoll wird abgeschlossen.

Das heißt für mich: Es gilt jetzt schon.

Würde mein Leben jetzt enden, dann ist das Getane, Erlebte, Bekommene und Gegebene mein abgeschlossenes Leben.

 

Wie soll mein Leben gewesen sein? Der rote Faden

Das bringt mich zur Frage: Was möchte ich, dass gewesen sein wird, wenn ich sterbe? Wie soll mein Leben gewesen sein?

Das könnte mich natürlich zu ehrgeizigen Missverständnissen bringen: zu Phantasien, was ich mindestens abliefern muss. Irgendwelche Perfektionsideale könnten sich einschleichen.

Doch darum geht es nicht.

Daher eine andere Fragestellung: Wie kann ich das, was bisher geschehen ist, als meinen stimmigen Lebensweg verstehen, es würdigend betrachten und mit einem roten Faden erzählen?

In meiner Beratungsarbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass es die Menschen ruhig und sicher macht, ihren eigenen Werdegang oder Lebenslauf mit mir zusammen mit wertschätzenden, verstehenden Augen einmal durchzugehen. Würdigend für das, was schwer war, und für die Errungenschaften, worin auch immer die eben bestanden. Jedes Leben ist so unterschiedlich.

 

Das Leben hat oft einen heimlichen roten Faden.

Ein zurückblickendes Verstehen des roten Fadens gibt mehr Frieden.

Das Leben ist das Leben, so wie es ist: Egal, was im Außen und was im Innen passiert ist; ob andere davon wissen oder es kennen, oder ob nur ich davon weiß – oder es sogar nur unbewusst vorhanden ist. Alles zählt.

Manchmal brauchen wir dazu ein Gespräch mit anderen, ein Aufschreiben von Erinnerungen oder Stationen des Lebens, und manchmal eine Therapie.

All das kann uns helfen zu verstehen, wer wir eigentlich sind in der Welt.

 

Sinnhafte Abrundung

Wenn wir älter werden oder durch schwere Krankheit die Zeit drängt, klingt die Sinnfrage vielleicht so: Wie kann ich dem Leben, egal wie es bisher gewesen ist, eine sinnhafte Deutung und Ausrichtung geben?

Und manchmal kann sie lauten: Wie kann ich meinem Leben eine sinnhafte Abrundung geben? Dies kann auch sehr junge Menschen betreffen, die dadurch unglaublich schnell reifen und eine Form von Weisheit ausstrahlen.

 

Dazu eine Geschichte:

Die Konzertpianistin und Malerin Regine Dapra erkrankte schwer an Osteoporose und begann – angeregt durch ihren Mann – ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Sie hatte mit Musik und Bildern schon viel Schönes geteilt und teilte nun auch den Umgang mit dem Schweren in ihrem hoffnungmanchenden Buch: Ich lebe mit Osteoporose – Ein Erfahrungsbericht.

Nach langer Odyssee kam sie ernüchtert zum Schluss: „Alles, was man tun kann und was zu tun ist, musst du selber tun. Dass es überhaupt möglich ist, selbst erfolgreich etwas gegen diese Krankheit zu tun, sollte uns mit Dankbarkeit erfüllen.“ Die Autorin bringt Körperübungen, Ernährungsvorschläge und Tipps zur Lebensbalance, es vermittelt wirklich Schwung.

In ihrem Buch schreibt sie über eine befreundete zwanzigjährige Frau mit einer schweren Krankheit, Nela. Diese Frühvollendete, wie Dapra so schön schreibt, begleitete ihren eigenen Weg des Sterbens, indem sie Bilder malte, „ergreifende, zeitlose, archetypische Bilder eines Initiations-Weges. Bis zum letzten Atemzug malte sie, einen höchsten Auftrag erfüllend.“ Nela schrieb in ihr Tagebuch:

„Es dauert alles nur ganz kurze Zeit, dies präge ich mir ein.“

Durch ihre Art, mit ihrer Krankheit umzugehen, hat diese junge Frau den Menschen um sich herum viel geschenkt. Der Satz und die Ruhe, die er ausstrahlt, ist mir im Gedächtnis geblieben, obwohl ich sie niemals kennengelernt habe.

Was wollen wir also, wenn wir die Wahl und noch Zeit haben, mit unserem Leben anfangen?

 

Generativität – das, was wir in der Kette der Generationen beitragen

Laut Viktor Frankl brauchen wir ein Gefühl für etwas, das über uns selbst hinausreicht.

Dazu gehören für mich zentrale Fragen wie:

  • Wohinter stehe ich? Was ist mir wichtig? Worin bestehen meine Werte?
  • Was will ich hinterlassen, wenn ich auf meinem Lebensweg weiterschreite?
  • Wie gestalte ich die Welt mit?
  • Wem gebe ich etwas weiter?

Man nennt das Ganze Generativität: „die Fähigkeit zur Sorge, Fürsorge oder Care für Menschen einer anderen Generation.“ (Wikipedia 16.11.2019)

Die Generationensfürsorge kann sich zum Beispiel darin ausdrücken, Kinder zu bekommen, zu fördern und zu erziehen und in die Welt zu entlassen. Sie stellen die Zukunft der Menschheit dar. Daher eine sehr wichtige Aufgabe

Es müssen auch keine eigenen Kinder sein: Wir beeinflussen in unseren Berufen und Privatleben immer auch jüngere Generationen mit.

 

Sinnsuche: Was wir in die Welt bringen

Generativität ist für mich aber auch alles, was wir menschlich hinterlassen, wie wir auf unsere Umwelt einwirken und sie mit unserer Anwesenheit beschenken.

Fürsorge für nachfolgende Generationen ist das, was wir in die Welt bringen und weitergeben.

Für Kreativität gilt das besonders: Wir alle nutzen ständig das kulturelle Erbe der Menschheit, unabhängig von den Menschen, die es einmal erschaffen haben.

Stell dir nur einmal einen Alltag ganz ohne Musik und Bücher vor! Ohne Bilder irgendwo, ohne Poster und Abbildungen. Wir wären so arm.

Stattdessen genießen wir eine große Auswahl von kulturellen Werken. Musik, die vor Jahrzehnten ersonnen wurde. Bilder, die vor langer Zeit gemalt wurden. Bücher, die vor Jahren oder Jahrhunderten, Jahrtausenden geschrieben wurden. Alles Ergebnisse von Generativität. Wir können darauf zugreifen und uns daran nähren.

Und was ist mein Beitrag?

 

Mein Beitrag: Er zählt schon

Wie oben schon erwähnt: Laut Viktor Frankl gilt alles als gewesen, nicht nur das, das andere mitbekommen haben und wissen.

Alles hat stattgefunden und ist Realität, ist meine Wahrheit. Alles landet im „Protokoll“.

 

Das beruhigt mich sehr! Was ich getan habe, „zählt“ schon. Es ist ein Leben.

Denn ich denke immer wieder in kreativen Werken. Und ich habe zwar schon sehr viel Kreatives gemacht und verschenkt – doch noch viel mehr habe ich nicht gemacht!

Da sind so viele Entwürfe, Ideen, Anfänge, Projekte. So viele Möglichkeiten.

Es ist ein schöner Gedanke, dass nicht nur die veröffentlichten Blog-Artikel als mein Werk zählen (dieser ist Nummer 66) oder die veröffentlichten Bücher (bisher noch keines), sondern dass einfach jede Tagebuchseite und jedes Gedicht Teil davon sind. Jede Skizze, jedes Gespräch und jedes gesungene Lied. 

Auch meine Träume und Visionen, die erlebte Liebe und die Verbundenheit. All das ist mein Leben im ständigen Fluss.

All das und noch viel mehr macht mich als Menschen aus.

 

Der Irrtum der Torschlusspanik

Frankl nennt es eine Täuschung, zu sehr an die Vergänglichkeit zu denken:

„Der Mensch sieht meistens nur das Stoppelfeld der Vergänglichkeit, aber er übersieht die vollen Scheunen der Vergangenheit – er übersieht, was er alles ins Vergangensein hineingerettet hat, wo es nicht unwiederbringlich verloren ist, sondern unverlierbar geborgen bleibt.“ (Frankl, Sinn, S. 106)

Er schreibt, wenn wir uns dem Schicksal stellen und das Unsere getan haben, „dann hört mit einemmal auch alle Torschlusspanik auf.“ (S. 105)

Das Tor, das sich zu schließen droht, sei das Tor einer vollen Scheune …

Diese Vorstellung finde ich sehr schön.

 

Sinnsuche: leben in Richtung der Träume und Visionen

Ich bin dabei, mich meinem Schicksal zu stellen und meine Träume umzusetzen. Und dafür immer von Neuem unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen

Beides spiegelt sich im Queste Blog wider.

Denn das Erdenken, Erschaffen, Umsetzen von mir wertvollen Ideen ist meine große Sehnsucht.

 

Es ist wirklich so: Oft erfüllte mich die Vorstellung mit Furcht, dass ich plötzlich vom Leben abtreten könnte, mit all den angefangenen Dingen auf dem Schreibtisch!

Geht das nur mir so?

Ich brauche noch so viel Zeit.

Schließlich kennen wir weder Tag noch Stunde, und man weiß nie.

Deshalb halte ich mich ran.

 

Das gelebte Leben

Doch wenn ich zurückblicke und denke, dass alles, was ich gedacht und getan habe, schon zählt, schon ein rundes Leben ist, dann verliert es etwas von seinem Schrecken.

  • Ich habe schon manches gemacht und einiges eingebracht.
  • Kleine Geschenke an die Menschen weitergegeben, denen ich begegnet bin.
  • Manche Leben positiv beeinflusst.
  • Viele kleine Dinge erschaffen.
  • Überall, wo ich war, einfach nach meiner Wesensart gewirkt.
  • Und sehr viel bekommen.

Viktor Frankl wurde 92 Jahre alt und hatte viel Zeit für seine Aufgaben und Ziele. Ein schönes Alter! Und ein großes Lebenswerk zum Thema Sinnsuche, das für viele hoffnungsspendend wurde.

Ich werde dieses Jahr 49. Bin also „ja noch jung“. Gerne will ich noch etliche Jahrzehnte leben und größere Ideen umsetzen.

Doch wenn es nicht so wäre – wäre es ein verfehltes Leben?

Nein. Ein schönes und reiches Leben.

Ich hätte vieles, auf das ich dankbar, zufrieden und auch stolz zurückblicken könnte.

 

Satt und doch hungrig

Ich habe schon etwas beigetragen und erschaffen. In meinem sozialen Umfeld, in meinem Beratungsberuf, durch meine Kreativität.

So funktionieren wir Menschen, das tun wir nun einmal! Wir leisten einen Beitrag.

Und er ist wichtig. Wir wissen meistens nicht, wie wichtig wir sind.

 

Oft merken wir erst bei einer Beerdigung, wie wichtig eine Person in ihrem Netzwerk gewesen ist. Wie groß das Netz war und wie viele Menschen etwas von ihrer Eigenart mitgenommen haben und im Herzen bewahren werden!

Dankbarkeit und Verbundenheit zu dieser Person werden in der Gemeinschaft klar spürbar.

Was sie uns bedeutet hat.

Wie viele kleine Sätze und Begegnungen als Verbindungsfäden vorhanden sind, die uns auch bleiben.

Dann nehme ich mir immer vor, bewusster damit umzugehen, was im Leben wichtig ist.

 

Es ist ein schönes Gefühl, nicht aus einer kreativen Eile heraus weiterzumachen, aus dem Getriebensein und der Sorge. Sondern aus einer gewissen Zufriedenheit mit dem Leben. Schon satt geworden. Und immer noch hungrig auf meiner Sinnsuche.

Von diesem Punkt aus möchte ich in meine Zukunft blicken.

Was soll es denn sein? Wie soll es werden? Wer bin ich, und was von mir soll sich erfüllen?

 

Stimmt die Richtung?

Fragen der Sinnsuche werde ich mir im Laufe meines Lebens – und hier auf dem Blog – immer wieder stellen:

  • Ist das meine Richtung, in der ich unterwegs bin?
  • Gebe ich mir die Erlaubnis auch für Herzensträume?
  • Tue ich das, was mir wichtig ist? Bin ich aktiv für meine Träume?
  • Kann ich auch einfach genießen, was ist und was war?
  • Einfach sein dürfen, wie steht es damit?

Diese Fragen stellen im Alltag die Proportionen wieder her.

 

Also, wenn es gut läuft, wäre das Ergebnis:

ein Leben mit genügend Antrieb und doch auch genügend Ruhe;

mit Freude am Moment und zugleich mit Feuer unterm Hintern für das, was (noch) werden soll;

mit Bezug zu meiner Person und ihren Möglichkeiten und doch zutiefst eingebunden und getragen in Beziehungen mit anderen Menschen.

Mein Ikigai zu leben, meinen Flow, meine Sinnsuche – das bedeutet, mein Leben zu träumen und meinen Traum zu leben.

 

Danke, dass du diesen Artikel liest und mich auf meiner Reise begleitest.

Hab eine gute Zeit.

Deine Jana

Übrigens: Das Bild oben habe ich erst kürzlich für diesen Artikel gemalt. Es heißt „Sinnsuche“; Gouache auf Aquarellpapier. Ich habe dabei neue Maltechniken ausprobiert, die ich kürzlich in einem Online-Kurs gelernt habe.

 

Weitere Artikel

 

English Summary: Our Search for Meaning

As I don’t have any children, the question of generativity came early for me.

I don’t pass on my genes, so what do I pass on?

 

To me, according to the topic of the Queste Blog, I often think of my creative stuff.

I think my genes are the situations with people that took something positive from it – and my creative work.

Think of it: Our lives are full to the brim with creative results people before us have created. Just imagine one day without music, a book, pictures at all. Ugh! No, we need all these products of art to make our lives rich.

So I want to contribute whatever is in me and asking to come out.

Part of it making my life work so that I can produce what I could produce.

 

But – is it all about producing?

Because if it is, I painfully see piles of unfinished work of all kinds. Lists of plans that I’ve not gone through with – yet.

(Does that sound familiar to you at all?)

Luckily, it’s not all about products. I found something precious in Viktor Frankl’s book „Man’s Search for Meaning“. There he writes, whatever we experience is recorded as our own life. The minute we die, all that happened is the finished life. Nothing goes unseen, nothing is forgotten.

Because it happened. It’s reality. Our life.

 

Savouring the life we’ve already had

That made me think: Even if I’m „only“ 48 years old, I’ve had a beautiful life already, and I’ve expressed thoughts and realized ideas.

If this was it, it would still be a full, rich life. Full to the brim.

So maybe I can go on a little more relaxed – follow my personal sense of meaning – striving and at the same time enjoying what I have.

How do you feel about it?

Yours, Jana

 

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