Frühlingsspaziergang. Gehmeditation

Sehen ist ein kreativer Akt. Und auch Gehen ist ein kreativer Akt. Spazierend verbinde ich mich mit der Natur. Dieses Jahr spüre und sehe ich mehr: sehe, wie das Grün mehr wird, wie die ersten Knospen kommen und dann aufgehen. Das Blütenmeer, all die unglaublichen Farben. Begleite mich auf einem Frühlingsspaziergang.

 

Gehen, um im Moment anzukommen

Ich setze die Füße spürend auf den Boden, atme tief und sehe.

Gehmeditation: Ankommen im Augenblick mit jedem Schritt. Und von da aus, von dem Moment aus und dem Punkt aus, wo ich eben angekommen bin, weiß ich all das Schöne tief zu schätzen.

 

 

Das Schöne, das um mich ist

Ich öffne die Augen für die vorhandenen Aspekte von Glück. Da sind so viele Geschenke, die ich nur wahrzunehmen brauche:

Das Grün, das ich hier habe, wo ich lebe – das Ergebnis von Sonne und regelmäßigem Regen. Ein wahrer Segen.

Dass hier Frieden herrscht. Dass ich in guter Gesellschaft bin, aber auch alleine sicher gehen kann. Ich will das auskosten.

 

 

Wie im Paradies

Es leuchtet grün, blau und gelb. Die Sonne scheint warm, ein leiser Wind streicht über mein Gesicht.

Schritt für Schritt, traumverloren gehe ich wie im Paradies.

Hier und jetzt. In meiner Realität. Freude und Ruhe. Ich tanke auf.

 

 

Das Herz geht auf

Dieses Jahr leuchten die Farben hyperreal in meine Augen hinein. Ein Strom leuchtenden Grüns fließt durch meine Adern.

Atmend empfinde ich das Blau, das Gelb, das Rosa, das Orange im ganzen Körper. Mein Herz geht auf.

 

So hat offenbar in früheren Zeiten auch der Dichter Ludwig Uhland empfunden:

 

Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.
 
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.

 

 

Frühlingsspaziergang

Unser Gefühl von Frühling setzt sich aus vielen Tagen und Wochen zusammen, aus blauen Himmeln, Knöspchen und strotzenden Bäumen. Der Frühlingsspaziergang ist mehr eine Saison als nur einige Schritte an einem bestimmten Tag. Der Spaziergang dauert mehrere Monate, von den ersten Schneeglöckchen bis zum blühenden Flieder.

All die Bilder und Düfte formen eine Wahrnehmung und füllen uns mit Lebensfreude, mit neuer Kraft.

 

 

Es ist genug

Es ist genug, einfach nur da zu sein.

Es reicht, einfach nur zu leben.

Den Frühling genießen. Die Farben des Lebens aufsaugen. Kraft tanken.

Mit offenen Augen durch die Welt gehen.

 

Was sind deine Frühlingserlebnisse? Was ist dein Gefühl vom Frühling? Wie beschreibst du deine Lebendigkeit? Welche Farbe(n) hat sie?

Deine Jana

 

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