Träume und Balance gehören zusammen. Warum Erfüllung nur mit Selbstfürsorge funktionieren kann

Kreativ, vielseitig interessiert, empfindsam, neugierig, … Bist du auch so?

Dann kennst du das Problem der Balance im Leben.

Eine Leserin, die genau so ist, schrieb mir heute, Carla. Sie ist multitalentiert und künstlerisch aktiv, tanzt und beschäftigt sich mit Körpertherapie, vor allem mit der Unterstützung von Senioren mit Bewegungseinschränkungen. So bleibt sie oft bis spät nachts wach, immer auf der Suche nach dem, was sie befeuert. Für sie war das Barbara Sher Telesummit ein Ereignis, das sie mit ihren Wünschen in Kontakt gebracht hat. Ihren Träumen.

Sie ist offen für das, was in der Welt geschieht und leidet mit, wenn sie von einem Unglück wie den schrecklichen Unwettern der letzten Zeit hört. Sie will ihre Talente und Interessen ausleben, ernährt sich mit einem Teilzeitjob.

Carla merkt, dass sie sich viel zu oft im Überlebensmodus befindet. Das kann es doch nicht sein, schrieb sie. Deshalb hat sie besonders der Aspekt der Achtsamkeit in meinem Workshop angesprochen.

(Das Handout zum kostenlosen Download gibt es auf Deutsch und Englisch hier auf meiner Medienseite, außerdem Audios auf Deutsch und Englisch zum Anhören.)

 

Der Drang, den eigenen Träumen zu folgen

Es stimmt absolut, Carla – wir sind nicht hier, um uns immer wie im Überlebenskampf zu fühlen!

Schlimm genug, dass es viele Menschen gibt, für die das wirklich zutrifft, wo es am Nötigsten fehlt.

Aber so viele von uns sind gestresst. Erst recht, wenn wir empfänglich sind, „durchlässig“ für Emotionen anderer. Wenn wir dazu noch etwas Schweres erlebt haben, das uns gestresst hat, kann eine Art Gefahrensensor die ganze Zeit mitlaufen. Dieser Sensor kann uns den Eindruck vermitteln, eine Bedrohung stünde kurz bevor.

Schön ist das nicht! Gesund ist es auch nicht.

Und oft stimmt es einfach nicht: Die meiste Zeit steht nicht eine unmittelbare Bedrohung bevor.

Was stimmt: Wir können unsere Lage verbessern.

 

Wenn wir kreative Wünsche und Lebensträume haben, sollten wir uns die Frage der Balance stellen:

  • Wie können wir das Gefühl entwickeln, dass das Leben (so im Groben) stimmt?
  • Wie können wir bewirken, dass wir unsere Möglichkeiten so entfalten, wie sie es verdienen?
  • Wie können wir das in einem ausgewogenen Zustand tun?

Superwichtige Fragen, die uns in die richtige Richtung führen.

 

Unsere Balance ist auch gut für Andere

Normalerweise denken wir nicht so: Oft kommen wir uns egoistisch vor, wenn wir uns um unser Wohl kümmern.

Merkwürdig, eigentlich: Unsere Mitmenschen können doch vermutlich mit unseren Potenzialen, Ideen und Beiträgen mehr anfangen als damit, dass wir in einer Stressschleife festhängen?!

Wenn wir in einem passablen Zustand sind, der es uns erlaubt, unsere eigenen Ziele verfolgen, dann können wir wachsen.

Wenn wir wachsen und gedeihen, sind wir für die Menschen in unserem Umfeld eine Inspiration.

 

Wir können

  • einander anregen und helfen zu wachsen.
  • uns gegenseitig zu unseren individuellen Wünschen ermutigen.
  • einander anstacheln, unsere Träume und große Ziele verwirklichen.

 

Das können kreative Träume sein. Der Hunger nach Wissen und Lernen, nach Themen, die für uns prickeln. Es kann das dringende Bedürfnis sein, dass die Welt ein besserer Ort werden soll.

Für all unsere Wünsche brauchen wir ein gutes Selbstmanagement, um uns zumindest „ziemlich wohl“ zu fühlen. Es geht nicht um Perfektion, nur um eine gute Ausgangsbasis. (Und wir brauchen Unterstützung. Niemand kann ohne Unterstützung sein, wir sind einfach so gemacht.)

Ich hoffe, ich konnte dich überzeugen, dass der Weg deiner eigentlichen Wünsche auch für andere Menschen gut ist? Und dass er eine gute Lebensbalance erfordert?

Bloß, wie kommen wir dahin?

Hier drei praktische Übungen, die nur kurze Zeit dauern und dich garantiert einen Schritt weiter Richtung deiner Träume bringen.

 

Drei wichtige Punkte, um in die Richtung Träume zu gehen

 

1. Selbstfürsorge

Indem du für deine körperlichen und seelischen Bedürfnisse sorgst, baust du allmählich eine gute Stabilität auf. Sie wird dir erlauben, dich zu entfalten.

Jedes Mal, wenn du eine kleine Handlung für deine körperliche / seelische Gesundheit machst, baust du an deiner stabilen Basis. Dann kannst du jedes Mal stolz auf dich sein.

So geht es:

Spüre nach. Wo bist du gerade? Was möchte dein Körper von dir?

Welche kleine Handlung bringt dich einen Schritt weiter Richtung Wohlbefinden?

Führe diese Handlung gleich oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus.

Frage dich immer wieder am Tag: Was würde mir jetzt gut tun?

 

2. Gefühlsbalance

Mit Gefühlen umzugehen, gehört immer dazu. Sie werden niemals weggehen.

Gerade empfindsame Menschen kämpfen oft mit großen Höhen und Tiefen. Daher wären wir unsere Gefühle manchmal gerne los.

Wenn wir aber lernen, sie gut zu handhaben, dann können gerade wir besonders gut gedeihen!

Es stimmt, die Emotionen können ganz schön Kraft kosten. Mach dir keine Sorgen, das geht vielen von uns so. Wir können damit umgehen. Und das ist es wert: Wir haben etwas Wichtiges beizutragen. Also keine Angst vor Gefühlen! Sie sind einfach nur Teil des Weges.

 

So geht es:

Schon drei tiefe bewusste Atemzüge helfen dir, dich zu beruhigen.

Vorteil: Du hast sie immer dabei. Probiere es jetzt gleich aus.

Ein. Aus.

Ein. Aus.

Ein. Aus.

Selbstberuhigung ist eine kostbare Fähigkeit. Mit meiner Übung „Zurück zu dir in 5 Minuten“ kannst du dich noch effektiver beruhigen, sie dauert etwa 10 Minuten.

 

3. Deine Talente wichtig nehmen

Deine Talente und deine Kreativität sind wichtig! Es ist nicht egal, ob du sie ausdrückst und verwirklichst.

Es ist auch nicht egoistisch, ihnen nachzugehen. Im Gegenteil: Es ist egoistisch, es nicht zu tun.

„Was du liebst, ist das, worin du begabt bist. Es ist von der Evolution in deine Gene hineingelegt worden. Du hast darüber gar nicht zu entscheiden: Du schuldest es deiner ganzen Spezies, diese Gabe wieder zurückzugeben, indem du sie verwendest!“ (Barbara Sher)

Wenn du dir selbst anhören willst, wo ich das Zitat herhabe: Hier kurzes Video mit deutschen Untertiteln (2 Minuten) und hier ein Video auf Englisch (4 Minuten).

 

Unseren Beitrag leisten

Eine andere amerikanische Rednerin, Martha Beck, sagte in ihrem Vortrag: 

Wir brauchen dich. Wir brauchen, dass genau du deine Begabungen entfaltest und deinen einzigartigen Ideen nachgehst. Denn wir können auf niemanden verzichten, um die Probleme unserer Zeit zu lösen. Niemand weiß, worin genau diese Lösungen bestehen, aber du könntest dabei vielleicht einen entscheidenden Beitrag leisten. Also musst du deiner Bestimmung nachgehen.

 

Du denkst vielleicht „Wie soll genau mein kleiner Beitrag etwas Großes leisten. Das ist doch größenwahnsinnig.“

Ist es nicht. Weil wir es einfach nicht wissen, was unser Beitrag ist und was er bewirken kann.

Wir sollen einfach unseren eigenen kleinen Teil abliefern, damit er etwas bewirken kann. Was genau das sein wird, unterliegt nicht unserer Kontrolle. Aber wir erlauben es unserem Beitrag, Teil des Ganzen zu sein. Und dazu müssen wir ihn erst einmal entwickeln. In vielen kleinen Schritten.

 

So geht es:

Gönne dir jetzt gleich eine kleine Einheit von etwas, das dich begeistert. Für DREI Minuten. Mehr braucht es nicht zum Einstieg. Leg los!

Nimm dir Stift und Papier und zeichne etwas. Leg ein Lied auf und tanze dazu. Spiel oder sing ein Stück. Jetzt gleich.

 

Und morgen wieder.

Diese Zeit hast du immer.

 

Je öfter du das tust, desto mehr bist du auf der Spur dessen, was du beizutragen hast. Und desto froher macht es dich. Kreativität, unsere Träume und Balance gehören zusammen.

Wie ist es dir mit den drei Mini-Übungen gegangen? Hast du sie im Kopf durchgespielt oder konkret ausgeführt?

Ich freue mich über einen Kommentar (unten, Kommentarfunktion) oder eine E-Mail.

 

Bis bald,

alles Liebe

Deine Jana Lindberg

 

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