Selbstheilung: 13 Tipps für dein Immunsystem

Dein Immunsystem und du – so werdet ihr ein Dream Team! Deine Situation: Du liegst im Bett oder bist zuhause und musst dich kurieren. Du hast eine Diagnose bekommen und musst eine Behandlung durchziehen. Und du fragst dich: Wie kann ich denn mein Immunsystem bei der Selbstheilung unterstützen?

Da geht viel! Hier bekommst du 13 fundierte Tipps, was du tun kannst – inkl. heilenden Affirmationen. Am Ende des Artikels habe ich ein Geschenk für dich.

Egal, ob du eine Zahnoperation hattest oder einen anderen Eingriff, ob du eine Erkältung hast, eine blöde Diagnose, vielleicht doch das Coronavirus aufgeschnappt: Jetzt ist dein Körper dran, seinen Heiljob zu machen. Und er kann das!

 

Alle Heilung geht vom Körper aus

Wir selbst und die Medizin können lediglich günstige Rahmenbedingungen schaffen.

Heilen wird dich immer dein Immunsystem. Jede Heilung ist letztlich immer eine Selbstheilung. Diese Tipps konnte ich in meiner Covid-19-Erkrankung erproben.

Und der Grundgedanke dabei? Ist ein optimistisches Ja zu dir und deiner Heilkraft.

Dein Immunsystem kann das!

 

Hauptperson: Dein Immunsystem

In der Selbstheilung ist dein Immunsystem die Hauptperson. Du bist die Fachkraft, die dem Immunsystem hilft, seinen Job zu machen.

Unterstütze deinen Körper, indem du ein gutes Teammitglied bist. Sage Ja zu dir, zu deinem Körper, deinem Immunsystem. Stelle dich voll hinter dich. Dies ist ein bewusster, aktiver Akt, der etwas ändert. Damit kannst du:

  • deine eigenen Heilkräfte bündeln und die Hilfe der Medizin nutzen.
  • die Kraft deines Geistes für dich anwenden.
  • dich von anderen Menschen unterstützen lassen.

 

Eine Erfahrung der Selbstheilung

Im Idealfall führst du all das zusammen zu einer kraftvollen, heilenden Erfahrung.

Wichtig dabei: Was dir schwierig oder merkwürdig vorkommt, kannst du weglassen. Mache das, was dir gut tut. Du entscheidest.

Und was meine ich mit einer heilenden Erfahrung? Jeanne Achterberg hat in ihrem Buch Rituale der Heilung beschrieben, wie wir bewusst in unsere eigenen Heilzeiten und Behandlungen einwilligen können. Davon profitiert der gesamte Heilprozess. Sie hat wunderbare Skripte für Selbstheilung geschrieben. Aus diesem Buch stammen etliche Gedanken dieses Artikels.

Probiere doch für dich einmal aus, wie du dich fühlst, wenn du folgende heilende Gedanken in dir aussprichst:

 

Heilende Gedanken

  • „Alle Heilung geht vom Körper aus“
  • „Mein Immunsystem kann das.“
  • „Ich unterstütze meinen Körper, so gut ich kann.“
  • „Ich schaffe das.“

Wie reagiert dein Körper darauf? Spürst du etwas?

 

Noch eine kleine Story, bevor wir beginnen: Mit dem Satz „Ich schaffe es“ hat der Arzt Hannes Lindemann alleine in einem Faltboot den Atlantik überquert und mehrere Schiffbrüche überstanden. 😉

Der Extremsportler wollte damit prüfen, wie weit das fortgeschrittene Autogene Training reicht! Und es klappte: Er hat seine Kräfte erfolgreich gebündelt, und sein Unbewusstes half ihm, alles zu bewältigen.

Das ist zugegeben ziemlich krass. Doch es zeigt: Der Satz „Ich schaffe es“ ist wie eine beruhigende, stärkende Hand im Rücken.

 

Und jetzt zu deiner eigenen Selbstheilung.

Ich gebe dir 13 Tipps. So unterstützt du dein Immunsystem wirksam!

 

1.    Geh in einen Heilmodus: Heilzeit als Retreat

Krankheit ist eine Auszeit. Betrachte es einmal so: Du durchlebst jetzt eine ganz besondere Zeit.

Du bist gezwungen, dich vom Alltagsleben zurückzuziehen für deine eigene Heilung.

Tue es mit Akzeptanz und Fokus, als wäre es eine heilige Zeit.

Es ist eine heilige Zeit. Du bist deine eigene Heilerin, dein eigener Heiler. Du übernimmst einfach deinen Part der Selbstheilung in einem Team von unterstützenden Menschen und Kräften.

 

Diese Haltung lässt dich gut durch eine solche besondere Gesundheitszeit kommen.

(Wenn du mehr über Retreat lesen willst, hier ein Artikel dazu: Retreat zuhause – Zeit im inneren Takt.)

Es ist dabei egal, welcher Religion du angehörst oder gar keiner: Aktiviere die heilende Power in dir, an die du glaubst. Du kannst dich den naturwissenschaftlichen Kräften anvertrauen, einer göttlichen Macht, der Energie oder dem Universum.

Lass dir Kräfte zufließen, einfach indem du daran denkst, es zu tun.

 

Heilende Gedanken

  • „Ich aktiviere alle heilenden Kräfte.“
  • „Ich gönne mir meine Heilzeit. Ich gönne mir eine Auszeit.“

 

Und wie kannst du nun diesen Retreat gestalten und deine Selbstheilungskräfte aktivieren? Lies weiter:

 

2.    Du bist jetzt dran

Jetzt stehst du an erster Stelle.

Rücke die Probleme der Welt ein ganzes Stück zurück. Dafür bist du jetzt einmal nicht zuständig.

Selbst, wenn du noch manches leisten musst. Das kann vorkommen, zum Beispiel bei Müttern oder wenn du noch jemanden mitversorgst. Oder du hast zu telefonieren oder dich mit Essen und Anwendungen zu versorgen. Es kann dich auch stärken, das ein oder andere zu erledigen, es kann dir gut tun, je nach deinem Zustand.

Dann ist mein Vorschlag: Tue dies in einer konzentrierten, ruhigen Weise wie eine Krankenschwester. Mit Fokus, mit Klarheit, ohne Alarm. Das dient dir am meisten.

 

Was auch immer du tust: Achte dabei weiter auf dich, auf deine Energie und Grenzen.

Sammle deinen Fokus auf dich und deinen Körper. Die Heilung ist ein anderer, introvertierter Zustand: Sammle deine Kräfte mehr in dir, dein Körper braucht sie. 

 

Rückzug in die Höhle

Wende dich nach innen! Wie ein Tier sich in die Höhle zurückzieht, um sich selbst zu heilen.

Wir haben diese Fähigkeit.

Überlege, ob du bei Tagesnachrichten und den Dramen der Welt etwas herunterfahren willst, also dich auch hier etwas zurückziehen. Sie sind später auch noch da; meide, was deine Aufmerksamkeit unnötig nach außen zieht oder dich in Aufregung versetzt.

 

Heilende Gedanken

  • „Ich bin jetzt dran.“
  • „Jetzt sammle ich all meine Kräfte nach innen für meine Heilung.“

 

3.    Entspanne dich

Mein nächster Tipp: Versuche, dich so oft wie möglich zu entspannen. Fahre gezielt dein Spannungslevel herunter, ob in Ruhe oder in gesammelter Aktivität.

Was du jetzt brauchst, ist kein Adrenalin, sondern die Kraft eines entspannten Geistes und Körpers.

Wie der alte Reim aus dem Autogenen Training: „Überall, zu jeder Zeit – Ruhe und Gelassenheit.“

 

Entspannung ist der Schlüssel

Sie bedeutet, dass dein Entspannungssystem arbeitet, dein Vagus-Nerv. Und das ist ein guter Zustand für Selbstheilung. Den kannst du immer wieder herstellen. Also:

  • Wenn du lesen kannst, lies etwas Erbauliches.
  • Alles, was dich eher positiv stimmt.
  • Kinder- oder Jugendbücher. Comics. Etwas Heilendes, Bestärkendes.
  • Filme oder Sendungen: Schau etwas Beruhigendes, Erhebendes, Romantisches oder Lustiges.
  • Auch lustige Filme und Lachen haben eine heilende Wirkung.

Was auch immer es bei dir ist: Meide eher unnötige Aufregung. Stärke dich. Relaxe.

 

Immer wieder zur Entspannung zurückgehen

Auch, wenn du zum Beispiel Ängste oder Sorgen hast (denn auch das ist normal bei Krankheit): Mache es dir zur Übung, dich dann wieder in deinen entspannten inneren Zustand zurückzuziehen.

Wohlbefinden und Entspannung sind ideal für die Selbstheilungsarbeit deines hochkompetenten Immunsystems.

Nutze, was bei dir wirkt und was du hast. Eine bestimmte Musik, vorhandene Entspannungs-CDs, leichte Unterhaltung und Ablenkung. Oder einfach Schlaf.

 

Schließlich warst du schon oft entspannt, du kennst die Erfahrung.

Also kannst du dich auch mit der Erfahrung dieses entspannten Strömens verbinden und den Zustand gezielt aufsuchen.

Entspannung ist möglich, und es ist eine heilende Übung, die deinem Immunsystem jedes einzelne Mal nutzt. Als würdest du eine Medizin einnehmen. (Du nimmst eine Medizin ein! Eine hochwirksame.)

Probiere diese Gedanken aus:

 

Heilende Gedanken

  • „Ich entspanne mich, so viel und wie ich es brauche.“
  • „Ich entspanne mich oft und tief.“
  • „Ich gehe meinen eigenen Weg der Entspannung und des Wohlbefindens.“

Wie fühlt sich das an? Welcher Satz spricht dich an?

 

4.    Nutze Tiefenatmung

Nun vertiefen wir das Thema Entspannung noch ein bisschen: Für Selbstheilung ist tiefe oder leichte, auf jeden Fall ruhige Atmung optimal.

Mit bewusstem Atmen kannst du jederzeit in deinen Körper zurückkehren. Jederzeit wieder konzentriert und ruhig werden. Immer wieder deine Gefühle spüren und für dich da sein, begleitet vom Atem. Hier die beruhigende 4- bis 6-Atmung.

Das Atmen ist ein äußerst hilfreicher Schlüssel.

 

Atem als Anker

Probiere es mal aus, ob es was für dich ist. Mir hat es enorm geholfen:

Mache den Atem zu deinem Geländer, an dem entlang du durch diese fordernde Heilzeit gehst. Mache es auf deine Weise.

  • Das Atmen ist dein Fahrstuhl zurück zu dir, nach innen. Zu deinem Körper.
  • Im Bett, im Bad, in der Küche, im Wohnzimmer, unterwegs.
  • Atmen steht dir jederzeit zur Verfügung. Immer wieder neu.

 

Atem als Mittel der Selbstheilung

Auch körperlich wirkt Atem als eines der besten Heilmittel:

  • Tiefenatmung versorgt dich mit viel Sauerstoff und hilft jeder Zelle deines Körpers.
  • Sie weitet deine Lunge und massiert die inneren Organe. Atmen lässt das Blut ruhig fließen und die benötigten Stoffe überallhin transportieren.
  • Ruhiges, tiefes Atmen senkt deine Herzratenvariabilität und stärkt dein Immunsystem.
  • Mental und emotional gibt dir Tiefenatmung Ruhe und Frieden. Der Atem signalisiert deinem System Sicherheit.

Durch ruhige Atmung habe ich immer wieder wohltuende Schwebezustände erlebt, als ich sie brauchte. Nicht nur im Liegen, auch in der Tätigkeit.

Dazu passen folgende Sätze:

 

Heilende Gedanken

  • „Ich erinnere mich immer wieder an Tiefenatmung.“
  • „Ich nutze die heilende Macht des Atems.“

 

5.    Nutze hypnotische Heilreisen

Es geht weiter: Noch tiefere Entspannung erlangst du durch Hypnose und Selbsthypnose.

Hier geht es um einen tief entspannten Trancezustand.

Es gibt inzwischen viele wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wirksamkeit der Hypnose belegen. Insbesondere hilft sie mit ihren inneren Bildern nachweislich dem Immunsystem (erprobt zum Beispiel in der Arbeit mit HIV und Krebs).

Selbsthypnose ist eine natürliche Eigenschaft unseres Gehirns. Nutze die unglaubliche Kraft deines Unbewussten für dich. Binde das Unbewusste mit ein, indem du auf die Bild-Ebene gehst.

Wie beim Lesen, Fahrradfahren, Autofahren; wie beim Musizieren oder Phantasieren; wie während einer konzentrierten Tätigkeit; wie beim Träumen: So ist Trance. Du kannst sie absichtlich für Heilung nutzen. Das kann ganz einfach sein.

 

Schweben in einem heilenden strömenden Zustand

Sich regelmäßig einen solchen Zustand vorzustellen und ihn mit allen Sinnen zu spüren, vergrößert z.B. die Überlebensrate bei Brustkrebs:

Einfach die Vorstellung, sich zu entspannen und zu schweben, erhöht schon die Immunantwort

Übung: Stelle dir vor, dass du in einem entspannten, fließenden Heilzustand schwebst. (Wie auf dem Bild des Artikels.) Schwimme in deinen liebsten, heilenden Farben. Höre besänftigende Klänge, die dein Wohlbefinden erhöhen. Spüre. Fließe.

Lass die Heilkraft mit allen Sinnen in deinem Körper wirken. Bringe die heilenden Bilder direkt zu den Bereichen deines Körpers, die es brauchen.

 

  • Hier mein Artikel zur Selbsthypnose bei Covid-19. Mit Links zu professionell gemachten Selbstfürsorge-Trancen der namhaften Hypnosegesellschaft M.E.G.
  • Eine meiner liebsten Selbsthypnose-CDs zur Heilung, zu der ich immer wieder zurückkehre, ist die Heile dich.

Spüre nun diesen Sätzen einmal nach und nimm sie in dich auf:

 

Heilende Gedanken

  • „Ich lasse die wunderbare Kraft meines Unbewussten wirken.“
  • „Ich lade heilende innere Bilder in mir ein, ihre Wirkung zu entfalten.“
  • „Ich male mir einen idealen Verlauf aus, um heilende Kraft zu aktivieren.“

 

6.    Worte der Zuversicht

Zusätzlich zur Bild-Ebene kannst du dich auch mit Worten an deinen Körper wenden und dir selbst Zuversicht vermitteln.

Glaube an deinen Körper und sprich ihm zu! Achte auf deinen inneren Dialog.

Danke deinem Immunsystem für die tolle Arbeit. Die Botschaft „Ich glaube an dich“ lässt deinem Immunsystem viel Kraft zuwachsen!

Es geht hier eigentlich darum, dass etwas in dir weiß, was du tun oder lassen musst, um wirksam zu heilen. Und dich dieser Instanz in der Selbstheilung anzuvertrauen.

Spende deinem Körper-Geist-System also Wertschätzung und zolle ihm Respekt – es ist ein absolutes Wunderwerk des Lebens.

 

Botschaften an dein Immunsystem

  • „Danke, liebes Immunsystem, du machst das klasse! Weiter so.“
  • „Danke, dass du auf mich aufpasst. Ich bin so dankbar, dass ich dich habe.“
  • „Danke, dass du für mich da bist.“
  • „Ich weiß, dass du das kannst. Ich bin für dich da. Wir machen das zusammen.“

Es ist ganz normal, ab und zu Angst zu haben – doch schalte dann immer wieder zurück auf Zuversicht, das hilft deinem Körper.

 

Innerer Zuspruch

Vielleicht braucht auch ein kleines Kind in dir freundlichen Zuspruch:

  • „Das schaffen wir! Ich bin für dich da.“
  • „Sei ganz ruhig, mein Liebes. Ich helfe dir. Der Körper kann das.“

Stelle dir zum Beispiel den optimalen Verlauf vor und einen erwünschten Ausgang dieser Heilzeit. Wie wäre deine Selbstheilung ideal? Was könntest du im besten Falle erwarten? Verstärke dies mit Bildern und mit Worten.

Hier für dich:

 

Heilende Gedanken

  • „Ich übe mich in Zuversicht.“
  • „Ich spreche zuversichtlich mit mir.“
  • „Das wird schon.“

 

Gehen wir zum nächsten Punkt:

 

7.    Ruhe und Schlaf

Nun geht es um das Heilendste auf der Welt, das es gibt: Den Schlaf. Gib dir selbst eine Erlaubnis: Jetzt darfst und sollst du ruhen und schlafen, so viel du es brauchst.

Schlafen oder entspannte Ruhe sind für dein Immunsystem wunderbare Bedingungen, um seine Aufgabe der Selbstheilung zu erledigen.

Dein Immunsystem kann Erreger erkennen (lernen), kann sie bekämpfen, sie in kleine Teile aufspalten und wegschaffen. Es kann Gewebe heilen und wieder gesund werden lassen.

Dazu braucht es einfach nur Zeit und Entspannung.

 

Zurücklehnen und machen lassen

Lehn dich zurück und lass das beeindruckende Heilsystem deines Körpers arbeiten.

Wenn du schläfst, lege dich im Bewusstsein der Heilkraft und deines kompetenten Immunsystems hin.

Lege dich sanft und freundlich zur Ruhe. Aktiviere in dir das Bewusstsein, dass dieser Schlaf heilend für dich ist. Rufe aktiv die Kräfte in dir wach, von denen du weißt, dass sie wirksam sind.

 

Heilende Gedanken

  • „Ruhe hilft meinem Körper-Geist-System.“
  • „Ich ruhe so viel, wie es mir gut tut.“
  • „Ich gönne mir heilenden Schlaf.“
  • „Ich lasse mein beeindruckendes hochpotentes Heilsystem arbeiten.“
  • „Ich gehe in einen Zustand von Wohlbefinden, auf meine Art.“

 

Und wenn du manchmal so gar nicht ruhig bist?

 

8.    Hör deinen Gefühlen zu

Mein nächster Tipp: Höre deinen Gefühlen zu, das nimmt Druck raus.

Auch wenn du dich im Ganzen schön entspannst, werden trotzdem mal negative Gefühle da sein. So habe ich das immer wieder erlebt.

Oft erwarten wir von uns, lieber ohne Ärger, Trauer, Angst und Scham zu sein. Doch sie gehören zu unserem Körper und unserer Seele einfach dazu und sind ganz normal.

Deshalb – wenn du traurig bist, Angst hast oder sauer und verzweifelt bist – drück das nicht weg. Das erhöht den Druck vielleicht noch.

 

Übung: Gefühle checken

Sondern gib diesen Gefühlen für einen Moment, für eine Weile nach. Die Reihenfolge, in der diese Gefühle in unserem Gehirn vorkommen, ist oftmals:

  • Ärger
  • Trauer
  • Angst
  • Schuldgefühle

Schaue dir diese Gefühle an und benenne sie. Du wirst sehen, wie groß die Erleichterung ist! Diese kleine Entlastung können wir uns doch gönnen. Auch das kann die Selbstheilung fördern.

 

Dampf ablassen durch Benennen

Manchmal liegen die Nerven blank mit all den Höhen, Tiefen und Unsicherheiten einer Erkrankung.

Wenn du mal verzweifelt bist, gib dem Druck einfach für einen Moment nach. Sprich deinen Groll, deine Befürchtung, deinen Zweifel aus. Wenn du magst und kannst, weine ein bisschen.

Vielleicht hast du auch ein empathisches Gegenüber (z.B. telefonisch oder per Video), das einfach mal zuhören und dich aushalten kann, das deine Sorgen anhört, eventuell einen Rat weiß.

Du wirst sehen, es entlastet wirklich sehr, und danach geht es dir wieder besser.

 

Heilende Gedanken

  • „Ich lasse meine Gefühle zu und erfahre mehr Frieden.“
  • „Ich nehme meine Gefühle an.“
  • „Meine Gefühle sind okay, auch die unangenehmen.“

 

9.    Versorge deinen Körper mit Essen

Was wir bei alledem aber nicht vergessen sollten: Vor allem ist Heilung auch ein körperlicher Job.

Dein Immunsystem hat jetzt einen Haufen Arbeit zu erledigen und verbrennt viel Energie mit der Selbstheilung.

Versorge daher deinen Körper regelmäßig mit Essen. Wenn du es selbst nicht kannst, bitte um Hilfe.

 

Wenn du dich appetitlos fühlst, respektiere das. Doch eine Basisversorgung sollte schon da sein. Stärke dein System auf der körperlichen Ebene.

  • Vitaminreiche Kost;
  • eher gekochtes Essen nehmen als zu viel Salat und Rohes, das anstrengend zu verdauen ist und den Körper kühlt;
  • genug Eiweiß wäre gut, denn all das ist sehr fordernd für deinen Körper.

 

Heilende Gedanken

  • „Ich versorge meinen Körper mit ausreichend bekömmlicher Nahrung.“

 

10.    Trinke genug

Ganz wichtig: Hilf deinem Körper, indem du richtig viel trinkst. Vor allem Wasser und Tee. Warum?

Genug Flüssigkeit ist in vieler Hinsicht wichtig:

  • Es ist notwendig für die Schleimhäute, insbesondere den Hals-Nasen-Rachenraum und die Bronchien und Lungen; gut für den Darm, die Nieren, alle inneren Organe; für das ganze Immunsystem.
  • Viel Tee und Wasser zu trinken hält die Schleimhäute feucht, damit sie ihren Transportjob erledigen können. (Wenn wir austrocknen, gibt es zu wenig Schleim, der diesen Job machen könnte.)
  • Auch nach Operationen braucht der Körper Flüssigkeit, um Schadstoffe wegzutragen und auszuscheiden.
  • Den Schleimhäuten hilfst du bei einem Erkältungsinfekt auch durch Inhalieren mit Heißwasser und Salz oder mit NaCl-Lösung. (Besser sind nämlich wenig reizende Mittel, ätherische Öle also eher weglassen.)

Natürlich sollte das ärztlich abgestimmt sein – es gibt z.B. Herzerkrankungen, wo wir nicht zu viel trinken dürfen. Frage bitte deine Behandler*in!

 

Heilende Gedanken

  • „Ich versorge meinen Körper großzügig mit Flüssigkeit.“

 

11.       Nutze medizinische Hilfen

Apropos ärztlicher Rat: Je nachdem, welche Symptome bei dir vorherrschen, gibt es passende Medizin, um deine Selbstheilung zu unterstützen. Lass dich beraten.

  • Ob auf Kasse oder Selbstzahler; Schulmedizin, Naturheilkunde oder Hausmittel – alles, was hilft und du bekommen kannst, kommt zum Einsatz!
  • Antibiotika oder Schmerzmittel; Tees, Tabletten, Sprays, Inhalate, Balsam, Wärmflaschen, Wickel, Asthmamittel usw. – alles, was nötig ist. 
  • Verwende deine bewährten Heilmittel.

Nutze dafür auch ärztlichen Rat und alle hilfreichen Informationen.

Dauermedikamente nicht weglassen bzw. mit der Ärztin besprechen.

 

Sei großzügig: Hilf mit und gib dem Körper, was ihm gut tut.

Bei Husten: Massiere deine Atemmuskulatur im Brust- und Bauchbereich (Zwerchfell!), wenn sie vom Husten erschöpft ist. Das entspannt dich und unterbricht das Krampfartige beim Husten.

 

Heilende Gedanken

  • „Ich versorge mich mit aller notwendigen medizinischen Hilfe und guten Heilmitteln.“
  • „Ich bin großzügig und gebe dem Körper, was ihm gut tut.“

 

12.      Fürsorge und menschliche Wärme

Und nun noch eine ganz andere Ebene: Der Faktor, der am meisten für unsere langfristige Gesundheit im Leben sorgt, ist unsere soziale Einbindung.

Es müssen nicht viele Menschen sein, die wir haben. Es geht um das Gefühl von Verbundenheit und erlebter Fürsorge.

Lass dir Fürsorge und menschliche Wärme spenden. Du brauchst davon vermutlich jetzt noch mehr als sonst: Mitgefühl und Trost, Freundlichkeit und Wärme – wenn wir krank sind, benötigen wir davon mehr. Sie geben uns Mut und Kraft.

Lass dir den Rücken stärken, auch wenn es per Telefon, Video und Chat ist. Du bist nicht allein. Öffne dich für menschliche Wärme.

Lass dich auch mal trösten, wenn du unglücklich bist. Auch das ist Teil der Selbstheilung.

 

Wie viel Fürsorge und Anteilnahme brauchst du?

Manche ziehen sich bei Krankheit eher auf sich zurück. Das ist völlig okay! Wir sind individuell so unterschiedlich. Du spürst schon, was gut für dich ist.

Nutze trotzdem so viel Fürsorge und menschlicher Wärme, wie sich für dich gut anfühlt. Rückhalt ist wichtig.

Wir können einander mittragen durch schwere Zeiten.

 

Spüre diesen Sätzen nach:

 

Heilende Gedanken

  • „Ich öffne mich für Anteilnahme und Fürsorge.“
  • „Ich lasse mich von der Zuneigung anderer mittragen.“

 

13.      Aktiviere dein Netzwerk für Unterstützung

Und last but not least: Wenn du krank bist, wirst du vermutlich auch konkrete Hilfe brauchen.

Frage danach! Du wirst erstaunt sein, wie bereitwillig deine Kreise sind, dich zu unterstützen. Sie sehnen sich danach, helfen zu können.

Je nachdem, was dir fehlt und was du brauchst – aktiviere dein helfendes Netzwerk.

 

Etwas kaufen, holen, bringen, dir Essen kochen, alles ist möglich. Uns hat das während unserer Covid 19-Erkrankung unglaublich gut getan, was wir alles an Hilfe und Zuneigung bekommen haben.

Auch Gemeindedienste sind während Corona organisiert worden, wo Menschen ehrenamtlich Einkäufe übernehmen und ans Haus bringen. Apotheken liefern, Arztpraxen faxen alles direkt usw.

Lass einen Strom von Großzügigkeit auf dich hinströmen und nimm ihn an.

Das ist es, wozu wir Menschen da sind.

 

Heilende Gedanken

  • „Ich lasse mich von meinem Netz tragen und unterstützen.“
  • „Meine Mitmenschen, meine Lieben unterstützen mich gerne.“

 

Zusammenfassung: Dream Team

Lies dir mal diese kurze Zusammenfassung durch und lasse sie in dich einsinken:

  • Mein Immunsystem und ich sind ein Team.
  • Ich unterstütze meinen Körper in der Selbstheilung, indem ich bewusst in einen Heilmodus gehe.
  • Dafür ziehe ich mich zurück und bin bei mir.
  • Ich entspanne mich, um mein Immunsystem arbeiten zu lassen.
  • Ich nutze die Kraft der Tiefenatmung und der inneren Bilder.
  • Durch einen stärkenden inneren Dialog vermittele ich mir selbst Zuversicht.
  • Ich lasse Heilung im Schlaf geschehen und in der Ruhe.
  • Meine Gefühle sind okay. Ein gewisses Auf und Ab gehört dazu.
  • Ich versorge mich mit ausreichend Essen und Trinken.
  • Ich gönne mir alle Medizin, die mir hilft und gut tut.
  • Wenn nötig, lasse ich mich beraten.
  • Ich lasse mich von einem menschlichen Netz mit Fürsorge und Unterstützung versorgen.

Du kannst dir immer das heraussuchen, was dir am meisten entspricht. Wie fühlt sich das an?

Und denke nicht, dass du jetzt viel tun musst. Du hast es gelesen, und nun wirken die Gedanken schon für dich.

 

Affirmationen sind eine innere Medizin

Die heilenden Gedanken oder Sätze (auch Affirmationen genannt) sind wie eine innere Medizin.

Du kannst sie bei Bedarf einnehmen wie seelische Selbstheilungs-Vitamine.

Es geht dabei nicht um ein ständiges Wiederholen. Jeder kleine Gedanke kann schon in dir eine Wirkung erzielen.

Die Sätze immer wieder mal anzuschauen, kann dich also an günstige Verhaltensweisen erinnern. An positive Bilder und Stimmungen. An eine heilende innere Haltung.

 

Affirmationen für deine Selbstheilung (pdf zum Download)

Jetzt habe ich noch ein Geschenk für dich. Eine Zusammenfassung auf zwei Seiten (als pdf) mit allen Affirmationen kannst du dir hier downloaden und ausdrucken:

Dein Immunsystem und du – Affirmationen_Jana Lindberg_Queste Blog 2021

Das macht es dir leichter, diese neuen heilenden Haltungen zu verinnerlichen.

 

Vielleicht willst du die Blätter aufhängen oder an dein Bett legen oder sonstwie in der Nähe haben.

Schau einfach immer wieder auf die Sätze und wähle neu, was dir jetzt gut tut.

Was spricht dich im Moment am meisten an? Wo kriegst du ein inneres Okay, so ein Klicken? Diese Sätze sind Medizin für dich.

 

So kommst du gut durch deine Heilzeit.

Alles Gute für dich! Ich wünsche dir herzlich gute Besserung.

Deine Jana

 

Zum Weiterlesen

2 Replies to “Selbstheilung: 13 Tipps für dein Immunsystem”

  1. Eine wunderschöne Sammlung mit vielen hilfreichen Schritten und Erinnerungen für die Selbstheilung.
    Ich mag deine bestärkenden Sätze zu den Themen. Das ist so freundlich und annehmend.

    1. Vielen Dank, liebe Grane, für dein Feedback! Das freut mich sehr.
      Ich wurde beim Schreiben und Überarbeiten selbst ganz entspannt und habe seeehr tief geatmet. 🙂
      Alles Gute für dich in diesen wilden Zeiten.
      Deine Jana

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